Archive for 08/07/2010


Gliederung:
1. Vorstellung der Krisenhilfe e.V. Bochum
2. Wie und warum wirken Opiate: Das Endorphin-System
3. Störungen durch Opiate
4. Zahlen zum Opiatgebrauch in Deutschland
5. Kurze Geschichte der Opiatersatzstoffbehandlung
6. Normativer Rahmen der Opiatersatzstoffbehandlung in Deutschland: BtMG, BtMVV, Leitlinie BÄK, RMvV
7. Zahlen zur Opiatersatzstoffbehandlung in Deutschland
8. Opiatersatzstoffbehandlung konkret (1): Auszug aus dem medizinischen Jahresbericht der Methadonambulanz Bochum
9. Die Bandbreite der Anwendung der Opiatersatzstoff-Behandlung erfordert ein Stufenmodell der Behandlung
10. Opiatersatzstoffbehandlung konkret (2): Der Behandlungsalltag bestimmt das Behandlungsergebnis
11. Opiatersatzstoffbehandlung konkret (3): Bonn – mehr als 300 PatientInnen werden durch einen Arzt substituiert
12. Behandlung nach dem SGB V – Schadensminimierung – Sucht auf Rezept
13. Zusammenfassung
14. Ausblick
15. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie …:
Information zu den Wirkungen, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen der Substitutionsmittel
16. Anhang: Spiegelartikel 1/2010: unmöglicher Spagat

Gutes Statistisches Material: 201002112-vortrag-dr-elsner

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Ausgangslage
Seit über 15 Jahren leistet die Invalidenversicherung (IV) kollektive Leistungen an Institutionen
im Suchtbereich. Dies betrifft vor allem stationäre Angebote der Rehabilitation. Die
Beitragspraxis der IV muss sich im Rahmen der Gesetzgebung (IVG) und der Rechtsprechung
des Eidg. Versicherungsgerichtes (EVG) bewegen.
Das EVG hält seit den sechziger Jahren fest, dass (Drogen-)Sucht nicht für sich allein,
sondern nur in Verbindung mit einem die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigenden geistigen oder
körperlichen Gesundheitsschaden mit Krankheitswert, der zur Sucht geführt hat oder als deren
Folge aufgetreten ist, eine Invalidität gemäss Art. 4 IVG begründen kann.
Gemäss IVG gilt als Invalidität die durch einen körperlichen oder geistigen Gesundheitsschaden
als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall verursachte, voraussichtlich
bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit. Gemäss WHO und auch gemäss
EVG hat Sucht Krankheitswert. Die geltende Rechtsprechung des EVG schliesst jedoch
grundsätzlich aus, dass Sucht per se eine Invalidität begründen kann.
Es geht nicht darum, jede drogenkonsumierende Person zu invalidisieren. Es gilt jedoch zu
prüfen, ob nicht Menschen, die wegen ihrer Suchtmittelabhängigkeit eine längerdauerende
Erwerbseinschränkung aufweisen, aufgrund theoretischer Überlegungen zu Unrecht von
Leistungen der Invalidenversicherung ausgeschlossen werden. Dieser Ausschluss wiederum
wirkt sich auf ganze Institutionen im Suchthilfebereich aus, da diese nur dann kollektive Leistungen
von der IV erhalten, wenn mindestens 50% ihrer Bewohner und Bewohnerinnen die
Kriterien des Art. 4 IVG erfüllen.
Unser Ziel ist es, dass der Zusammenhang von Invalidität und Sucht von Fachexperten und
Fachexpertinnen gemäss heutigem Stand der Wissenschaften aufgearbeitet wird.

Das ganze geht dann hier weiter:19980630_rapport_syntheseAl

Inhalt
1. Einleitung ……………………………………………………………………………………………………………. 3
2. Ablauf und Methode……………………………………………………………………………………………… 4
2.1 Dokumentationssystem ………………………………………………………………………………….4
2.2 Behandlungszentren und Patienten …………………………………………………………………. 5
2.3 Auswertungen……………………………………………………………………………………………….5
3. Ergebnisse …………………………………………………………………………………………………………… 6
3.1 Ausgangssituation der neu aufgenommenen Diamorphinpatienten……………………… 6
3.2 Behandlungsregime und Status der Diamorphinpatienten in 2008…………………….. 10
3.2.1 Behandlungsdauer, Behandlungsregime und Diamorphindosis………………….. 11
3.2.2 Die aktuelle Situation der Diamorphinpatienten………………………………………. 14
3.3 Verlauf langfristiger Diamorphinbehandlung …………………………………………………. 24
3.3.1 Die Entwicklung des Gesundheitszustands unter den Diamorphinpatienten… 25
3.3.2 Die Entwicklung der sozialen Situation und des Legalverhaltens ………………. 27
3.3.3 Die Entwicklung des Konsums von Alkohol und Drogen …………………………. 31
3.3.4 Dosierung ……………………………………………………………………………………………34
4. Bewertung der Ergebnisse……………………………………………………………………………………. 36
5. Literatur……………………………………………………………………………………………………….

Lest den ganzen Bericht, lohnt sich schon allein wegen dem statistischen Material: Verthein_Haasen_2009_QS_Diamor_Zwischenbericht_II