Archive for 12/11/2010


“Der Bericht unterstreicht die Notwendigkeit eines aktiven Gesundheits-, Jugend- und Verbrauchschutzes auf der Basis einer akzeptierenden Drogenpolitik. Er enthält jedoch auch einige blinde Flecken”, erklärt der drogenpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Frank Tempel, zur Veröffentlichung des Jahresberichts 2009 der deutschen und europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht. Tempel weiter:

“Im Bericht finden sich keinerlei Hinweise auf die Problematik der Streckmittel in den illegalisierten Drogen Cannabis, Speed, Heroin und Ecstasy. Dabei handelt es sich um ein ernstzunehmendes Problem. Cannabis etwa wurde im letzten Jahr von rund 23 Millionen EU-Bürgern konsumiert. Aufgrund der Illegalität ist der Drogenmarkt jedoch weiterhin in der Hand international tätiger krimineller Strukturen, für deren Bekämpfung Deutschland und die Europäische Union jedes Jahr Millionen ausgeben. Die Entkriminalisierung und Legalisierung von Cannabis würde dafür sorgen, dass diese Gelder für die dringend notwendige Präventionsarbeit zur Verfügung gestellt werden könnten. Eine akzeptierende Drogenpolitik würde zudem die Ergebnisse der Suchtbekämpfung verbessern, denn ein aufgeklärter und bewusster Umgang mit Drogen verringert nachweislich die Gesundheitsgefahren ( z.B. Suchtgefahr) für die Konsumenten. An erster Stelle sollte dabei allerdings eine legale Droge stehen: Alkohol.

Es ist skandalös, dass ausgerechnet die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans (FDP), keine Notwendigkeit für einen eigenen Drogenbericht für das Jahr 2009 sieht. Ihre Begründung, die Ergebnisse für 2009 hätten lediglich Auskunft über die Drogenpolitik der letzten Bundesregierung gegeben, ist absurd. Eine langfristige Beobachtung der Drogenkonsumsituation in Deutschland ist unerlässlich.”

F.d.R. Christian Posselt

quelle: http://www.artikel-presse.de/?p=251693

Den Bericht gibt es hier als download, 3 Postings bevor oder hier: http://wp.me/pIQTX-kF

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Fast jeder Zehnte der 18- bis 39-Jährigen hat im vergangenen Jahr mindestens einmal eine illegale Droge genommen. Dies geht aus dem Jahresbericht der Deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD) hervor. Etwa jeder fünfte Drogenkonsument, der sich in Europa in Behandlung gibt, ist jedoch inzwischen älter als 40, in manchen Ländern ist es fast jeder dritte, heißt es im Jahresbericht der EU-Drogenbeobachtungsstelle. Ein Grund hierfür sei die «Heroin-Epidemie» der 1980er-Jahre. In dieser Zeit wurden viele Jugendliche abhängig, die nun körperlich deutlich gealtert sind – mit den entsprechenden Folgekosten für die Gesundheitssysteme. Die Behandlung von Älteren sei teuer, weil sie besondere Therapien benötigten. «Ein 40-jähriger Heroinabhängiger braucht eine Behandlung wie ein 60-Jähriger, weil sein Körper so schnell gealtert ist», sagte der Leiter der EU-Drogenbeobachtungsstelle, Wolfgang Götz. Viele hätten eine lange Drogenkarriere mit Entzug und Gefängnis hinter sich. Oft seien sie mit HIV oder Hepatitis infiziert und alkoholabhängig. «Da reicht es nicht, eine Ersatzsubstanz zu geben», sagte Götz. «Da ist die Geriatrie gefragt.»

Am weitesten verbreitet ist bei den 18- bis 39-Jährigen Cannabis. Mit 9,3 Prozent liegt der Wert für 2009 um 0,1 Punkte höher als bei der letzten Erhebung 2006. «Die Verbreitung illegaler Drogen scheint aber insgesamt nicht zu steigen», sagte DBDD-Leiter Tim Pfeiffer- Gerschel. In Deutschland kamen 1331 Menschen durch den Konsum illegaler Drogen ums Leben. Das ist ein Rückgang um 8 Prozent im Vergleich zu 2008. Das Durchschnittsalter eines Drogentoten beträgt Pfeiffer-Gerschel zufolge 36 Jahre.

An erster Stelle des europaweiten Drogenkonsums steht nach wie vor Cannabis, mit dem sich jährlich etwa 23 Millionen Menschen berauschen. Der Konsum sei aber rückläufig. Rund 14 Millionen Europäer nehmen Cocain, zwei Millionen Amphetamine. Die Bundesdrogenbeauftragte Mechthild Dyckmans zeigte sich vor allem zufrieden mit den Konsumzahlen von Cocain, die in Deutschland «vergleichsweise niedrig» seien. Sie forderte, insbesondere die Verbreitung neuer synthetischer Drogen aufmerksam zu beobachten.

 

quelle:http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=35922

Million plus in Europe’s 60s generation of ageing drug addicts, report finds

122,000 heroin and crack users aged 35-64 in Britain

    Three lines of coke and razor
    More older people than ever are experiencing problems with drug addiction. Photograph: Lester Lefkowitz/Corbis

    Keith Richards and Ozzy Osbourne may now be clean, but there are a hidden generation of ageing heroin users in their 50s and 60s who have not been able to kick the habit.

    The European drugs agency say there are more than a million problem drug users aged over 40 across the EU, including 122,000 in Britain, who dent the widely held perception that drug use is a youth phenomenon.

    „In reality, more older people than ever are reporting experience with drugs at some point in their lives and drug problems have no age limits,“ said the annual report of the European monitoring centre for drugs and drug addiction, published today.

    The agency says about a million people across Europe aged 45 to 64 have used cannabis alone in the last year. While they have not „matured out“ of drug use, this is far below levels in the US where nearly 10% of the 50 to 59 age group — the 60s generation — regularly use cannabis.

    There is a further group of nearly a million older problem drug users, including 122,000 in Britain aged between 35 and 64 who use heroin and crack, who first became dependent in the 1980s and 1990s. Many have tried detox and methadone substitution but have not managed to stop.

    Wolfgang Götz, director of the agency, said that while the Rolling Stone, Keith Richards, says he is clean, many older drug users face a life of repeated overdoses with chronic health implications. They are prematurely experiencing the health problems faced by people 20 years older. Denmark and Germany are among countries developing specialist nursing or retirement homes for older drug users .

    source: http://www.guardian.co.uk/society/2010/nov/10/europe-heroin-users-ageing

EITHNE DONNELLAN

TEENAGERS WHO smoke heroin thinking it is safer than injecting the drug are now presenting with chronic lung disease, a conference in Dublin heard yesterday.

Several young people, one of them just 18 years old, have presented at the emergency department of the Mater hospital with lungs one would expect to see in a “70-year-old who had been smoking all their lives”.

Rosaleen Reilly, a respiratory nurse at the hospital, presented her findings at the annual conference of the National Council for the Professional Development of Nursing and Midwifery. She said the patients presented with what were akin to asthma attacks, but did not respond to asthma treatment quickly. Their symptoms were similar to those seen in older people with chronic obstructive pulmonary disease, she said.

In her study, one male aged 18 who smoked up to 20 bags of heroin a day since his early teens first presented with respiratory distress in November 2008. He now has emphysema.

source: http://www.irishtimes.com/newspaper/ireland/2010/1111/1224283092985.html